Am 7. März 2026 verrichtete die AfD NRW ihren Landesparteitag in Marl.
Die AfD steht ein Jahr vor der Landtagswahl vor einigen inner- und außerparteilichen Problemen. Nachdem Vorwürfe der Vetternwirtschaft erhoben wurden und die Partei vom Verfassungsschutz vorerst als gesichert rechtsextremistisch eingestuft wurde, steht auch der Landesverband NRW aufgrund interner Machtkämpfe unter Druck. Das Verwaltungsgericht Köln beschloss zwar, der Verfassungsschutz dürfe die AfD vorerst nicht als „gesichert rechtsextremistisch“ einstufen, da eine Vielzahl problematischer Aussagen und vereinzelte verfassungswidrige Forderungen nicht für diese Einstufung ausreichen würden.
Gegen 8 Uhr startete die Gegendemonstration vor den Toren des NRW Eventzentrums, in welchem bereits eine Vielzahl von AfD Landesparteitagen abgehalten wurden. Die Demonstrierenden setzten sich aus verschiedenen Bündnissen zusammen und umfassten einige hundert Personen. Eine Gruppe von Demonstrierenden startete vom Bahnhof Recklinghausen zu Fuß, wurde laut berichten anderen Journalist:innen jedoch von der Polizei abgedrängt und erschien erst, nachdem die AfD Mitglieder bereits angekommen waren.
Die Demonstration verlief hierbei, bis auf einzelne Wortwechsel friedlich. Auf Seiten der AfD wurden mehrere Fahrer:innen aufgrund des Benutzens eines Handys am Steuer verwarnt und es wurden augenscheinlich vereinzelt Fahrzeugpapiere überprüft. Nachdem keine Mitglieder mehr auf den Parkplatz des Eventzentrums zugelassen wurden, breiteten sich die AfD Mitglieder in der Umgebung aus, sehr zum Ärger vieler Anwohner:innen.
Zum Vorsitzenden der AfD NRW wurde hierbei erneut Martin Vincentz mit etwa 55 Prozent der Stimmen gewählt. Somit erlitt das noch weiter rechts gelegene Lager um Christian Zaum und Fabian Jacobi eine Niederlage.







