Die Schlacht um Connewitz – so ließe sich der Tag fast beschreiben. Am 17. Januar eskalierte die Lage, als die pro-palästinensische Demonstration auf pro-israelische Gegendemonstrant*innen traf. Die Polizei erklärte später, man habe „alles unter Kontrolle“ gehabt. Ein Blick auf die Straße erzählt jedoch eine andere Geschichte.
Wie schon bei früheren pro-palästinensischen Versammlungen agierte die Staatsmacht auffallend rabiat. Ob Demonstrierende oder Pressevertreter*innen – Schläge und aggressive Maßnahmen schienen Teil der Einsatzstrategie zu sein. Mehrere Menschen wurden verletzt, Festnahmen gab es zwar, jedoch keine von längerer Dauer.
Die Stimmung war über den gesamten Demoverlauf hinweg extrem aufgeheizt. Israel-solidarische Gruppen begleiteten den Aufzug kontinuierlich, sichtbar unter anderem durch IDF-Flaggen. Immer wieder waren Sprechchöre wie „Nie, nie, nie wieder Gaza!“ zu hören, ebenso offen islamfeindliche Parolen.
Diese Bilder dokumentieren einen Tag, an dem Connewitz zum Schauplatz politischer Eskalation, staatlicher Gewalt und tief sitzender gesellschaftlicher Bruchlinien wurde. Hier die Fotostrecke.






















