Über ein 100 Jahre ist es her als Luxemburg und Liebknecht ermordet wurden ound wie auch die Jahre zuvor zog es Tausende Sozialist:innen und Kommunist:innen auf die Straßen Berlins. Dieses Jahr das erste Mal mit im Zug zu sein, das JSW, die Jugendorganisation der Querdenker und nicht im Bundestag vertretenen Partei BSW, die von der Jungen Welt auch gleich eingeladen wurde, um ihre verschobenen Interessen zu vertreten. Eine Gruppierung, die sich aus einer „linken“ Partei kristallisierte, ist nicht zwangsweise „links“, und dies gibt das JSW auch offen zu. Es gehe ihnen nicht darum eine linke Jugend-Basisgruppen-Struktur zu bieten sondern Teile des Sozialismus aufzugreifen.
Die Demonstration verlief, zu tiefer Überraschung in unserer Redaktion, in weiten Teilen scheinbar Gewaltfrei seitens der sonnst sehr militärisch autoritär auftretenden Berliner Einsatzkräfte. Insgesamt gab es laut einem Sprecher der Polizei, acht Festnahmen wegen Beleidigung, Palästina-Parolen und Widerstand gegen die Staatsgewalt. Gegen das abbrennen von Pyro fanden keine Maßnahmen statt, vielleicht weil sich die Vollstreckungsbeamtemit 500 Kräften gegenüber dem Zug in immenser unterzahl befanden.
Auch die Linken Partei nahm wie jedes Jahr an dem Gedenktag teil. An der Gedenkstätte der Sozialisten auf dem Zentralfriedhof Friedrichsfelde, legten Parteichefin Schwerdtner und Van Aken rote Nelken nieder.
Fast Einhundert und sieben Jahre ist es her als die Kommunistischen Akteur:innen und Vorbilder Luxemburg und Liebknecht in Berlin von rechtsgerichteten, konterrevolutionären Soldaten der Garde-Kavallerie-Schützen-Division ermordet wurden.
Im allgemeinen war die Demo sehr auf die Wehrpflicht spezifiziert. Bereits im Vorgang haben antimilitaristische Aktivist:innen versucht auf das Grundstück des neuen Munitionswerk von Rheinmetall einzudringen. Der Polizei zufolge sei dies nicht erfolgreich gewesen. Laut einer Meldung auf Indymedia wurden vor den Werkstoren „literweise blutrote Farbe“ ausgekippt, „um deutlich zu machen, dass die Produktion von Kriegsgerät für Tod und Zerstörung verantwortlich ist.“






